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„Weil Wertschätzung großgeschrieben wird.“

Thomas Bendig, 49, Konstrukteur

„In mir steckt Erfindergeist“, erzählt Thomas Bendig, „ich habe immer schon viel geschraubt und gebastelt.“

Er erinnert sich gerne daran, dass er einen Oldtimer restauriert und mit etwas Tüftelei aus dem kleinen Motor eine hohe Leistung herausgeholt hat.

Bendig arbeitet heute als Konstrukteur im Heizkesselbau bei der Firma Bruns Heiztechnik in Saterland. Er fertigt mit einer speziellen 3D-Software Zeichnungen von Kessel-Konstruktionen an und listet die Bauteile auf, die dafür eingekauft werden müssen.

Der Weg zu seiner jetzigen Tätigkeit führte allerdings um mehrere Ecken. Ein Unfall durchkreuzte seinen Job als KFZ-Mechaniker. Da der 49-Jährige seine langjährigen Erfahrungen nicht über den Haufen werfen wollte, suchte er nach einer passenden Weiterqualifizierung. Ein Maschinebaustudium erschien ihm zu langwierig, weshalb er sich schließlich zu einer aufbauenden Ausbildung als staatlich geprüfter Techniker mit der Fachrichtung Entwicklung und Konstruktion entschied. In seinem Beruf ist er jetzt nicht mehr für die Wartung und Reparatur von Fahrzeugen zuständig, sondern entwickelt Konstruktionen für Heizkessel von Anfang bis Ende. „Das ist besonders schön an meiner jetzigen Stelle: Am PC entwickle ich Konstruktionen, die ich schließlich als fertiges Produkt in der Werkstatt sehen kann“, erläutert Bendig. Während des Fertigungsprozesses spreche er häufig mit den Kantern, Schlossern oder Schweißern darüber, was mit welchen Maschinen am besten umsetzbar sei. „Bis zum fertigen Kessel ist es immer wieder ein interessanter Prozess, weil wir mit verschiedenen Heiz- und Speichertechniken arbeiten und die Firma auch individuelle Kundenwünsche umsetzt“, ergänzt der Konstrukteur.

Dass er aus der Zeitarbeit komme, spiele in seinem Betrieb keine Rolle. Er habe kein Problem damit, bei langjährigen Kollegen zum Beispiel nachzufragen, welche Materialien sich ihrer Erfahrung nach wie verhalten. Darüber wundere sich auch niemand. „Das liegt sicher daran, dass wir mit Zeitarbeitskräften schon seit Jahren sehr gute Erfahrungen machen“, betont der Geschäftsführer des Unternehmens Dennis Bruns. „Wir legen sehr viel Wert darauf, dass alle Mitarbeiter gleich gut behandelt werden. Und die Akzeptanz bei meiner Stammbelegschaft ist wirklich groß.“

Nach seiner Weiterqualifizierung wollte Thomas Bendig möglichst schnell loslegen. Am einfachsten ging das über Zeitarbeit. Zunächst war er mit einer kurzen Unterbrechung sechs Jahre bei einem Unternehmen eingestellt, das seine Stellen nicht öffentlich ausschrieb. Ohne einen Personaldienstleister hätte er diesen Einstieg also nicht gefunden. „In meinem Job ist es für die Kunden wichtig, dass man länger da ist, dafür ist die Aufgabe zu komplex. Leider darf man in der Zeitarbeit ja seit einiger Zeit nur noch höchstens 18 Monate bei einem Kunden eingesetzt sein. Ich habe quasi Halbzeit. Toll wäre es, wenn ich fest übernommen würde“, spricht er über seine berufliche Zukunft. „Über Zeitarbeit kann ich aber nur Positives sagen“, ergänzt er. Sein Personaldienstleister, das iGZ-Mitgliedsunternehmen hanfried, habe ihn immer unterstützt. „Wer meckert, hat selbst etwas falsch gemacht.“

 

...für Arbeitnehmer

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Valeria Orzincolo, 25, Lageristin

Feinmechanische Tätigkeiten sind ihr Ding: Valeria Orzincolo ist privat leidenschaftliche Modellbauerin und verfügt über ein gutes Fingerspitzengefühl.

Dittmar Martinek

Dittmar Martinek, 49, Lagerhelfer

„Das ist Blödsinn. Man sollte es lieber erstmal ausprobieren, bevor man meckert“, so reagiert Dittmar Martinek, wenn er Vorurteile gegen Zeitarbeit hört.

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Bernhard Weilbuchner, 60, Berufskraftfahrer

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Finn Schober, 34, Bürokaufmann

Zeitarbeitsunternehmen schauen genau hin, welches Potenzial in ihren Bewerbern steckt und denken über die Standards von Ausbildungsberufen hinaus.